Unterwegs von Peking nach Hong Kong - die Reiseroute

Samstag, 12. August 2006

Hoetterle

Jetzt war ich doch so stolz auf meine toeffigen Erfolge. War da doch eine schoene Steigerung drin - nun folgte der definitive Abstieg.

Am supertouristischen Sonne-Mond-See (90% der frischverheirateten Taiwanesen - und wohl auch der Taiwanesinnen - verbringen hier ihre Honeymoon) wollten wir einen Toeff mieten. Was anderswo kein Problem ist, war hier unmoeglich. Es gab bloss zweiraedrige Elektromobile. Natuerlich fragte ich zuerst, ob das Ding mit einer Batterieladung rund um den See kaeme. "Mei you wenti" - "kein Problem" war die Antwort.

"Kein Problem" wenn man mit einer Spitzengeschwindigkeit von 15 km/h (wenns runter ging) gluecklich wird. Und einer "Beschleunigung" die jeder Opi mit Herzschrittmacher und dutzendfachem Bypass ueberlebt haette. Doch ich bin mich mittlerweile ja anderes gewohnt!

Aber vorest ging alles gut. Bis zur letzten Steigung ein paar Kilometer vor dem Rueckgabeort. Dann: "Piep" - "Piep Piep" - "Piiiiiieeeeeeeeep". Game over.

Die Batterie gab den Geist auf.

Panik! Unser Gepaeck war in einer Touristeninfo eingestellt - und die schloss in 15 Minuten. Zu Fuss war das unmoeglich. Also stieg ich ab und Tanja holte alleine aus dem Elektroding das Maximum. Von meinem (Ueber-)Gewicht befreit, fuhr das Elektromobil auf einmal wieder.

Und ich benutzte meinen Daumen. Nachdem mich ein paar Autos stehen liessen, hielt ein schwarzer BMW mit getoenten Scheiben an. "No Problem", er koenne mich mitnehmen, meinte der Fahrer in perfektem Englisch.

Natuerlich wollte er die ganze Geschichte wissen. Und er meinte lachend: "Glaube nie einem Vermieter oder Verkaeufer, wenn er "Mei you wenti" sagt.

Schlussendlich ging alles gut - auch Tanja mit dem Elektrotoeff kam kurz nach mir an. Und wir wissen jetzt schon, wie das mal mit den Elektrorollstuehlen im Altersheim sein wird...

PS: Leider ging bei der ganzen Aufregung, das denkwuerdige Erinnerungsbild vergessen. Sorry.

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