Unterwegs von Peking nach Hong Kong - die Reiseroute

Dienstag, 4. Juli 2006

Hongkong ist ein Fischerdorf - oder ein Hochregallager

Autofrei. Ruhig. Maximal dreistoeckige Haeuser. Voller Katzen und Hunde (lebendig!). Das ist Hongkong!

Toent unrealistisch? Ist aber so, wenn man in Central die Faehre nimmt und eine halbe Stunde nach Lamma Island ruebertuckert. In diesem kleinen Fischerdorf wohne ich bei Freunden. Kennengelernt habe ich Matt und Wynnie vor vier Jahren in Xinjang, wo wir zusammen durch den Schnee gestampft sind. Als ich den beiden vor ein paar Wochen schrieb, dass ich einen Abstecher nach Hongkong machen wolle, hiess es: "Du wohnst selbstverstaendlich bei uns".

Natuerlich ist es in der Stadt drin nicht ganz so gemuetlich. In anderen Worten: Hier herrscht das pure Chaos. Eine Stadt die dermassen wuselt, brummt, hupt, kreischt und vibriert, habe ich noch nie gesehen. Moskau und Istanbul sind die pure Erholung im Vergleich. Zum Glueck kann man einen ganzen Teil des Zentrums ueber Fussgaengerbruecken begehen, die eine Unzahl von Glas-Stahltuermen miteinander verbinden. Wahrscheinlich koennte man das halbe Leben in dieser klimatisiert-globalisierten Kunstwelt von Prada, Luis Vuitton, Grossbanken und Co. verbringen, ohne sich je in der Schwuele des Hongkonger Sommers das Hemd nassschwitzen zu muessen.

Draussen steigt nicht nur das Thermometer in die Hoehe, auch der Blick schweift nach oben. Hongkong scheint ein einziges Hochregallager zu sein: Alles ist aufgetuermt, ob Wohungen, Bueros, Schiffscontainer oder was auch immer. Sogar die Trams sind doppelstoeckig.

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