Unterwegs von Peking nach Hong Kong - die Reiseroute

Sonntag, 19. Oktober 2008

Web 2.0 für Reisende

Ich bin ein bekennender Fan aller Netzwerkmöglichkeiten, die das Internet bietet. So wäre meine Diplomarbeit über Corporate Podcasting ohne XING viel mühsamer gewesen – und wahrscheinlich auch weniger gut herausgekommen.

Mein neustes Lieblingsnetzwerk ist Couchsurfing.com.

Das Prinzip ist einfach: Ich biete meine Couch, mein Gästezimmer oder auch nur etwas Platz zum Ausrollen eines Schlafsackes an – Durchreisende können zu mir zu Gast kommen. Im Gegenzug kann ich unterwegs auf irgend einer Couch schlafen.

Ich bin natürlich in Qingdao gesurft – Qingdao war nämlich der Austragungsort der olympischen Wettbewerbe der Surfer (und Segler).

Yuhong mit seiner Familie haben mich aufgenommen. Die neunjährig Tochter wurde ausquartiert – und ich habe das Kinderbett geerbt.

Da Yuhong und seine Frau etwas Englisch sprechen, ergaben sich gemischt mit meinem Chinesisch gute Gespräche. So habe ich Einblick in den Alltag einer durchschnittlichen urbanen Familie in China erhalten.

Ich wollte mich dann für die Gastfreundschaft mit einem Nachtessen bedanken – denn das Uebernachten ist mit Couchsurfing grundsätzlich gratis.

Bereits als ich am Morgen Yuhong sagte, dass ich ihn mit seiner Familie einladen wollte, gab es ein Wortgefecht, wer wen einladen wird.

Darum war ich am Abend gefasst. Ständig hielt ich Yuhong im Auge, damit er sich nicht auf einmal davonschleicht und hinterrücks bezahlt.

Ich hatte alles im Griff – doch als ich bezahlen wollte, hiess es nur: „Lass uns gehen, es ist bereits bezahlt“.

Seine Frau hatte einen „Toilettenaustritt“ benutzt, um die Rechnung zu begleichen.

Zwei gegen einen ist nicht fair. Da schafft man es als Ausländer wirklich nie, Chinesen einzuladen.

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